"Bewährte Überlieferung bewahren,
den Wechsel der Zeit erkennen."


Beitrittserklärung
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Ferdinand Friedensburg

Ferdinand Friedensburg wurde am 17. November 1886 geboren und entstammte einem liberal-konservativen Elternhaus. Der promovierte Geologe widmete sich nach Ende des ersten Weltkrieges dem Journalismus, engagierte sich frühzeitig in der Politik und wurde Mitglied der DDP.

1933 entfernten die Nationalsozialisten den mittlerweile zum Regierungspräsidenten von Kassel avancierten Friedensburg aus dem Staatsdienst.

Nach dem zweiten Weltkrieg war er 1945 Mitbegründer der CDU in Berlin. 1946 wurde er zum Stellvertretenden Oberbürgermeister für Groß-Berlin gewählt. Von 1952 bis 1965 gehörte er dem Deutschen Bundestag an, von 1958 bis 1965 auch dem Europäischen Parlament. Wissenschaftlich wirkte Friedensburg ab 1953 als Professor an der Freien Universität Berlin. Von 1945 bis 1968 war er Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung, das unter seiner Leitung zu einer der ersten Adressen der wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagenforschung wurde.

1956 wurde Ferdinand Friedensburg mit dem Bundesverdienstkreuz mit Stern ausgezeichnet, 1961 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband. 1971 ernannte ihn die Stadt Berlin zu Ihrem Ehrenbürger. Dort starb er am 11. März 1972.